Gin Tasting
Gin Tasting ist ein beliebter Trend. Bei der Verkostung lernen Teilnehmende unterschiedlichste Sorten und Geschmacksrichtungen kennen. Hier erfahren Interessierte alles Wissenswerte rund um den Geschmackstest der begehrten Spirituose.
Inhaltsverzeichnis
So organisieren Profis die Verkostung
Das Procedere beim Gin Tasting beginnt mit dem Servieren des Gins. Dann folgen Nosing, Tasting und Bewertung. Teilnehmende kosten Gin blind nach Nummern und jeder notiert die nach seinem Geschmacksempfinden darin erhaltenen Gewürze.
Immer der Nase nach
Das sogenannte Nosing ist das Riechen am Gin beginnend aus einiger Entfernung. Dann schnuppern Kenner immer näher am Glas. Sie schwenken es ein wenig hin und her. So entdecken und nennen sie dann die Botanicals, also die Aromen und Gewürze. Dazu gehört obligatorisch stets der Wacholder. Meist enthält ein Gin außerdem Zitrusschalen oder ganze Zitrusfrüchte also Zitronen, Orangen, Limetten oder Grapefruit. Abgerundet wird der Geschmack mit pfeffrigen Paradieskörnern und Koriander.
Dem Geschmack auf der Spur
Nachdem Teilnehmende am Gin Tasting lediglich einen kleinen Schluck genommen haben, bewegen sie ihre Zunge ruhig und der Gin ruht darauf ein Weilchen. So enfaltet er sein volles Aroma im Mund. Geduld und Übung garantieren Erfolgserlebnisse. So erkennen auch Anfänger bald mehr als nur vordergründige Aromen und genießen eine angenehme Würze. Dieses Geschmackserlebnis ist nur Genießern vergönnt, die den edlen Tropfen nicht etwa schlichtweg Hinunterkippen.
So bewerten Kenner den Geschmack
Beim Gin Tasting kommt es darauf an, die Spirituose in kleinen Schlücken zu trinken. Auf diese Weise kommen die charakteristischen Botanicals zur Geltung. Bei genauerem Betrachten des Glases sehen Kenner, wie dickflüssig der Gin ist. Im Mund erkennen sie die ölige Konsistenz dann wieder. Auf der Zunge schmecken und differenzieren sie spezifische Aromen. Auch im Mund und beim Abgang bewerten sie den Geschmack.
Was in puncto Wasser zu beachten ist
Wasser reduziert den Alkoholgehalt und nimmt dem Gin damit die Schärfe. Das gilt jedoch erst ab 40% vol. Experten achten darauf, den Gin nicht zu verwässern. Wenige Tropfen Wasser sind perfekt.
Auf das Gin-Glas kommt es an
Wer ein Gin Tasting organisiert weiß, dass die Art des Servierens und Probierens entscheidend ist. Was die Temperatur betrifft, so sollte der Gin pur und eiskalt sein. Jedoch servieren Kenner ihn ohne Eis. Dies sind die besten Voraussetzungen dafür, dass die Teilnehmenden Aromen beim Tasting und Nosing garantiert erkennen. Profis legen beim Tasting Wert auf spezielle Nosing Gläser. Sie haben einen höheren Bau, was das Einatmen der Aromen begünstigt.
Gin: Geduld-Glas-Geruch-Geschmack
Für die perfekte Gin-Verkostung kommt es auf das richtige Nosing-Glas an. Dank seiner Form entfaltet sich das gebündelte Gin-Aroma perfekt. Damit keine anderen Aromen am Glas haften und Geschmack und Geruch authentisch sind, spülen Organisatoren Gläser vor jedem Tasting gründlich aus. Geduld ist die wichtigste Tugend bei der Gin Verkostung. Vor dem ersten Schluck empfiehlt es sich, dem Gin genug Zeit zu der Entfaltung der Aromen zu geben. Dann schwenken Teilnehmende ihr Glas vor der Nase und erkennen bereits viele Aromen.
Was der geübte Gin-Tester wahrnimmt
Um diese zu schmecken, nehmen sie einen ersten Schluck und registrieren zunächst die Schärfe. Diese rührt vom Alkohol her. Der zweite Schluck erlaubt den an den Alkohol gewöhnten Geschmacksnerven, die Aromenvielfalt wahrzunehmen. Den Gin empfinden Kenner dann als leicht, kratzig, schwer oder scharf. Auch die Textur nehmen sie wässrig, moussierend oder ölig wahr. Rauchige, süße, bittere oder saure Aromen und ebenso Gewürze oder eine Vanille-, Holz- oder Apfelnote schmecken sie heraus.
Fazit
Nach dem Schlucken des Gins sind die am Gaumen verbleibenden Aromen besonders wichtig. Dabei achten Genießer darauf, wie lange sie zu schmecken sind, ob sie sich schnell verflüchtigen oder dominant bleiben. Je öfter Interessierte an einem Gin Tasting teilnehmen, desto besser schulen sie ihren Gaumen und gewinnen mehr und mehr Freude an der Analyse der Aromen. Je mehr davon erhalten und zu entdecken sind, desto größer und spannender ist die Herausforderung. Wohl bekomm’s!